Lastmanagement – Zähler richtig auswählen und platzieren
Lastmanagement – Zähler richtig auswählen und platzieren
Für ein zuverlässig arbeitendes Lastmanagement ist entscheidend, welche elektrische Grenze überwacht werden soll und wie die tatsächliche Belastung an welchemdiesem Punkt diese Belastung gemessenermittelt wird.
DerEin physischer Stromzähler liefert dem SmartDog® die tatsächlichen Strom- und Leistungswerte am jeweiligen Messpunkt. Dadurch ist die Regelung weniger von den Messwerten, der Phasenbelegung und den technischen Eigenschaften der einzelnen Ladestationen abhängig.
EmpfehlungIm Zweifel sollte ein physischer Stromzähler am relevanten elektrischen Messpunkt eingesetzt werden. Je mehr relevante Belastungsgrenzen durch echte Zähler erfasst werden, desto eindeutiger und robuster kann das Lastmanagement arbeiten.
Schnellentscheidung
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Weitere Verbraucher am gleichen Strang | 🔴 Physischer Zähler erforderlich |
| DC-Ladestation | 🟢 Physischer Zähler empfohlen |
| Mehrere AC-Ladestationen mit möglicher Phasenrotation | 🟢 Physischer Zähler empfohlen |
| 1- oder 2-phasig ladende Fahrzeuge möglich | 🟢 Physischer Zähler empfohlen |
| Reine AC-Ladegruppe ohne weitere Verbraucher | 🟡 Betrieb ohne zusätzlichen Zähler möglich |
| Mehrere relevante elektrische Begrenzungen | 🟢 Mehrere Zähler innerhalb der Zählerkette empfohlen |
Weitere Verbraucher am gleichen StrangBefinden sich neben den Ladestationen weitere Verbraucher hinter derselben zu überwachenden elektrischen Grenze, muss ein physischer Stromzähler eingesetzt werden. Nur so kann deren tatsächliche Belastung vom Lastmanagement berücksichtigt werden.
Kann ich auf einen zusätzlichen Stromzähler verzichten?
Ein Betrieb ohne zusätzlichen physischen Zähler ist insbesondere bei einer reinen AC-Ladegruppe möglich.
Dazu müssen die technischen Voraussetzungen der Anlage jedoch bekannt sein und bei der Planung berücksichtigt werden.
Für einen Betrieb ohne zusätzlichen Gruppenzähler sollte deshalbinsbesondere nichtgelten:
- Es handelt sich ausschließlich um AC-Ladestationen.
- Die Ladestationen liefern die für das Lastmanagement benötigten tatsächlichen Messwerte.
- Am betrachteten Strang befinden sich keine weiteren Verbraucher.
- Die Phasenbelegung beziehungsweise Phasenrotation der einzelnen Ladestationen ist bekannt.
- Es wurde berücksichtigt, ob ein- oder zweiphasig ladende Fahrzeuge angeschlossen werden können.
- Der Planer beziehungsweise Elektriker kennt die Funktionsweise des SmartDog® Lastmanagements.
Zähler bewusst einsparenWer auf einen physischen Zähler verzichten möchte, muss die elektrische Struktur, die verfügbaren Messwerte und die Phasenbelegung der Ladestationen entsprechend berücksichtigen. Bei Unsicherheit empfehlen wir den Einbau eines Zählers oder eine Abstimmung mit unserem Support.
Grundsatz für den Einbauort
Ein Stromzähler sollte dort installiert werden, wo die zu schützende elektrische Belastungsgrenze tatsächlich gemessen werden kann.
Entscheidend ist also nicht, dass sich der Zähler möglichst nah an deneiner LadestationenLadestation installiertbefindet.
Entscheidend istist:
dassWelche
erSicherung,dieLeitung,tatsächliche elektrische Belastung an dem Punkt erfasst, dessen Strom-Unterverteilung oderLeistungsgrenzeAnschlussleistunggeschützt werden soll.
GrundsatzDer Zähler sollte möglichst an dem elektrischen Punkt messen, dessen maximale Belastungsoll durch das Lastmanagementeingehalten werden soll. Dabei sollten alle Verbraucher erfasst werden, die diese Belastungsgrenze beeinflussen.
Schnelle Entscheidungshilfe – Brauche ich einen physischen Zähler?
1. Welche elektrische Grenze sollgeschützt werden?
Bestimmen Sie zuerst den relevanten Punkt, beispielsweise:
HausanschlussHauptverteilungUnterverteilungZuleitung zum Ladeparkeinzelne Ladegruppe
Der Zähler sollte möglichst genaualle Verbraucher erfassen, die diese elektrische Belastung erfassen.
2. Gibt es hinter dieser Grenze weiteregemeinsam Verbraucher?
Ja
→ Nach Möglichkeit einen physischen Stromzähler einsetzen, der auch diese Verbraucher erfasst.
Beispiele:
WärmepumpeBeleuchtungMaschinenGebäudetechnikandere elektrische Verbraucher
Nein
→ Eine Berechnung aus den Werten der Ladestationen kann grundsätzlich ausreichend sein.
3. Handelt es sich um eine DC-Ladestation?
Ja
→ Prüfen Sie, welche Leistung die Ladestation an das SmartDog® übermittelt.
Wird lediglich die DC-Leistung zum Fahrzeug übertragen, sollte für die Überwachung der tatsächlichen Netzbelastung nach Möglichkeit ein physischer Stromzähler auf der AC-Seite verwendet werden.
Nein
→ Weiter mit der Prüfung der verfügbaren Messwerte.
4. Liefert die Wallbox zuverlässige tatsächliche Messwerte?
Ja
→ Eine Berechnung aus Ist-Werten kann verwendet werden, sofern keine weiteren Verbraucher berücksichtigt werden müssen.
Nein oder nicht ausreichend
→ Nach Möglichkeit einen physischen Stromzähler vor der einzelnen Ladestation oder vor der gesamten Ladegruppe einsetzen.
5. Sind nur Soll-Werte verfügbar?
→ Eine Berechnung aus Soll-Werten kann verwendet werden, wenn keine bessere Messmöglichkeit vorhanden ist.
Dabei beachten:
keine zusätzlichen Verbraucher werden berücksichtigt,es handelt sich nicht um eine reale Messung,eine Leistungsbegrenzung ist bei diesem Zählertyp nicht möglich.
6. Gibt es mehrere relevante elektrische Grenzen?
Ja
→ Mehrere Zähler innerhalb einer Zählerkette verwenden.
Beispiel:
Hausanschluss 100 A → Unterverteilung 63 A → Ladegruppe 40 A
Alle drei Grenzen können dadurch gleichzeitig berücksichtigt werden.
FaustregelWenn eine tatsächliche elektrische Grenze zuverlässig geschützt werden soll, ist ein geeigneter physischer Stromzähler am betreffenden Messpunkt die bevorzugte Lösung.
Warum ist der Einbauort wichtig?
Das SmartDog® Lastmanagement verwendet die Werte der Zählerkette, um zu bestimmen, wie viel Strom beziehungsweise Leistung für die Ladestationen noch zur Verfügung steht.
Wird ein Zähler an der falschen Stelle eingebaut, können Verbraucher fehlen, die dieselbe:
Leitung,Sicherung,Unterverteilung,oder Anschlussleistung
belasten.
Das Lastmanagement würde dann eine geringere Belastung erkennen, als tatsächlich vorhanden ist.
Welche elektrische Grenze soll geschützt werden?
Vor der Auswahl eines Zählers sollte zuerst festgelegt werden, welche elektrische Begrenzung eingehalten werden muss.
Typische Beispielezu überwachende Punkte sind:
- Hausanschluss
HauptsicherungHauptverteilung- Unterverteilung
- Zuleitung zu einem Ladepark
- Absicherung einer
einzelnenLadegruppe maximalebegrenzte AnschlussleistungmaximaleeinzelneLeistungelektrischeeines bestimmten AnlagenteilsAnlagenteile
DerFür jeden relevanten Messpunkt können innerhalb der Zählerhlerkette sollteeigene möglichstStrom- sound angeordnetLeistungsbegrenzungen werden,hinterlegt dasswerden.
Weitere Verbraucher erfasstam werden,gleichen dieStrang
Befinden sich hinter derselben elektrischen Begrenzung gemeinsam belasten.
Nicht die Entfernung zur Ladestation entscheidetDer beste Einbauort ist nicht automatisch direkt vor der Wallbox. Entscheidend ist der elektrische Punkt, dessen Belastungsgrenze überwacht werden soll.
Beispiel: Zähler nur vorneben den Ladestationen
noch weitere Verbraucher, muss ein physischer Stromzähler verwendet werden.
Angenommen,Weitere eineVerbraucher können beispielsweise sein:
- Wärmepumpen
- Maschinen
- Beleuchtung
- Gebäudetechnik
- Heizsysteme
- Produktionsanlagen
- sonstige elektrische Verbraucher
Die Ladestationen kennen den Verbrauch dieser Geräte nicht.
Beispiel
Eine Unterverteilung ist mit 63 A abgesichert.
An dieser UnterverteilungDaran befinden sich:
mehrere Ladestationeneine WärmepumpeBeleuchtungweitere Gebäudeverbraucher
Wird der Stromzähler ausschließlich direkt vor den Ladestationen installiert, erfasst er nur deren Verbrauch.
Vereinfacht:
Unterverteilung 63 A
├── Ladestation 1
├── Ladestation 2
├── Wärmepumpe
├── Beleuchtung
├└── weitere Verbraucher
│
└── Stromzähler
↓
Ladestationen
Würde das Lastmanagement nur die Messwerte der Ladestationen berücksichtigen, wären Wärmepumpe, Beleuchtung und weitere Verbraucher befindenunbekannt.
Die zwartatsächliche hinterBelastung derselbenkönnte 63-A-Grenze,beispielsweise werdenso vomaussehen:
Ladestationen: 35 A
weitere Verbraucher: 20 A
--------------------------
tatsächliche Last: 55 A
Ohne einen Zähler aberwürde nichtdas erfasst.Lastmanagement nur die 35 A der Ladestationen kennen.
Richtige Position
Unvollständige MessungLiegen weitere Verbraucher hinter derselben elektrischen Begrenzung, sollten diese nach Möglichkeit ebenfalls vom verwendeten Stromzähler erfasst werden.
Besser:Der Zähler wird deshalb vor der gesamten Unterverteilung
zu Soll die 63-A-Absicherung der Unterverteilung geschützt werden, sollte der Zähler am Eingang dieserüberwachenden Unterverteilung messen.eingesetzt:
Hauptverteilung
↓
[ physischer Stromzähler ]
↓
Unterverteilung 63 A
├── Ladestation 1
├── Ladestation 2
├── Wärmepumpe
├── Beleuchtung
└── weitere Verbraucher
DadurchDamit erfasst der Zähler die gesamte relevante Belastung.
Steigt beispielsweise der Verbrauch der Wärmepumpe, erkenntkennt das SmartDog® die zusätzlichetatsächliche Belastung undder kann die Ladeleistung reduzieren.Unterverteilung.
SinktZähler dererforderlichSobald Verbrauchweitere wieder,Verbraucher kanndieselbe dieüberwachte freielektrische gewordeneGrenze Leistung erneut fürwie die Ladestationen belasten, ist die ausschließliche Berechnung aus den Ladestationswerten nicht ausreichend. An diesem Messpunkt muss ein physischer Stromzähler verwendet werden.
Tatsächliche Belastung berücksichtigenEin physischer Stromzähler ermöglicht es dem Lastmanagement, auch Verbraucher zu berücksichtigen, die selbst nicht Bestandteil des Lastmanagements sind.
Beispiel: Hausanschluss schützen
Soll verhindert werden, dass der gesamte Hausanschluss überlastet wird, sollte ein geeigneter Zähler den gesamten relevanten Netzbezug erfassen.
Netzanschluss
↓
Stromzähler
↓
Hauptverteilung
├── Gebäudeverbrauch
├── Wärmepumpe
├── Maschinen
└── Ladestationen
Das Lastmanagement kann die Ladestationen reduzieren, sobald andere Verbraucher einen größeren Anteil der verfügbaren Anschlussleistung benötigen.
Beispiel: Eigene Unterverteilung nur für Ladestationen
Versorgt eine separate Unterverteilung ausschließlich die vom Lastmanagement gesteuerten Ladestationen, ist die Situation einfacher.
Hauptverteilung
↓
Unterverteilung Ladepark
├── Ladestation 1
├── Ladestation 2
├── Ladestation 3
└── Ladestation 4
Sind keine zusätzlichen Verbraucher vorhanden und stellen die Ladestationen zuverlässige tatsächliche Messwerte bereit, kann unter Umständen auf einen zusätzlichen Gruppenzähler verzichtet und mit berechneten Ist-Werten gearbeitet werden.
Messwerte der Ladestationen prüfenDass ausschließlich Ladestationen an einer Zuleitung angeschlossen sind, bedeutet nicht automatisch, dass kein physischer Zähler erforderlich ist. Entscheidend ist zusätzlich, welche Messwerte die verwendeten Ladestationen tatsächlich bereitstellen.
Besonderheit bei DC-Ladestationen
Bei DC-Ladestationen mussempfehlen besonderswir daraufgrundsätzlich geachtet werden,einen welcher Leistungswert vom Gerät bereitgestellt beziehungsweise an das SmartDog® übertragen wird.
Viele DC-Ladestationen stellen hauptsächlich die DC-Ladeleistung zum Fahrzeug bereit.
Für die Belastung der elektrischen Anlage ist jedoch die Leistung relevant, die auf der AC-Seite aus dem Netz aufgenommen wird.
Durch die Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom entstehen Verluste.
Vereinfacht:
AC-Leistung aus dem Netz
↓
AC/DC-Wandlung
↓
Umwandlungsverluste
↓
DC-Leistung zum Fahrzeug
Die tatsächliche aus dem Netz aufgenommene Leistung kann daher höher sein als die an das Fahrzeug abgegebene DC-Leistung.
DC-Leistung ist nicht automatisch NetzbezugsleistungWird für das Lastmanagement ausschließlich die DC-Ausgangsleistung der Ladestation verwendet, können die Verluste der AC/DC-Wandlung unberücksichtigt bleiben. Für die Überwachung einer elektrischen Anschlussgrenze ist die tatsächliche Belastung auf der AC-Seite entscheidend.
Physischer Zähler bei DC-Ladestationen
Soll beispielsweise die Zuleitung oder Unterverteilung einer DC-Ladestation geschützt werden, kann ein vorgeschalteterphysischen Stromzähler auf der AC-Seite.
Der sein.Hintergrund ist die Leistungselektronik der Ladestation.
Die elektrische Energie wird zunächst als Wechselstrom aus dem Netz aufgenommen und anschließend innerhalb der DC-Ladestation in Gleichstrom für das Fahrzeug umgewandelt.
AC-Netz
/↓
Unterverteilung
↓[ physischer Stromzähler ]
↓
DC-Ladestation
↓
AC/DC-Wandlung
↓
DC-Leistung
↓
Fahrzeug
DerBei Zählerdieser erfasstUmwandlung dadurchentstehen Verluste.
Die an das Fahrzeug abgegebene DC-Leistung entspricht deshalb nicht zwingend der Leistung, die die Ladestation tatsächlich auf der AC-Seite aus dem Netz aufnimmt.
DC-Leistung ist nicht gleich NetzaufnahmeFür die Belastung von Sicherungen, Leitungen und Netzanschlüssen ist die AC-seitige Leistungsaufnahme relevant. Die an das Fahrzeug abgegebene DC-Leistung kann aufgrund der Wandlungsverluste niedriger sein.
Beispiel
Eine DC-Ladestation gibt beispielsweise eine bestimmte Leistung an das Fahrzeug ab.
Zusätzlich benötigt die Ladestation Leistung für:
- AC/DC-Wandlung
- Leistungselektronik
- Kühlung
- Steuerung
- weitere interne Verbraucher
Für das Lastmanagement ist deshalb die tatsächliche elektrischeAC-seitige Belastung,Netzbelastung dieentscheidend.
Empfehlung diebei LadestationDC-LadestationenDC-Ladestationen sollten für das Lastmanagement nach Möglichkeit über einen geeigneten vorgeschalteten physischen Stromzähler auf der NetzseiteAC-Seite entsteht.erfasst werden.
Reine AC-Ladegruppe
Bei einer reinen Gruppe aus AC-Ladestationen kann ein Betrieb ohne zusätzlichen Gruppenzähler möglich sein.
Voraussetzung ist, dass:
- die Ladestationen die benötigten Ist-Werte bereitstellen,
- sich am betrachteten Strang keine weiteren Verbraucher befinden,
- und die Phasenbelegung bei der Planung korrekt berücksichtigt wird.
Beispiel:
Unterverteilung Ladepark
├── AC-Wallbox 1
├── AC-Wallbox 2
├── AC-Wallbox 3
└── AC-Wallbox 4
Sind ausschließlich diese Ladestationen vorhanden, kann das SmartDog® die Belastung grundsätzlich aus deren Messwerten ermitteln.
AC-seitigeLadegruppe Messungohne zusätzlichen ZählerEine reine AC-Ladegruppe kann ohne zusätzlichen Gruppenzähler geregelt werden, wenn geeignete Ist-Werte der Ladestationen zur Verfügung stehen und keine weiteren Verbraucher berücksichtigt werden müssen.
Besonderheit: Phasenrotation bei mehreren AC-Ladestationen
Bei mehreren AC-Ladestationen muss zusätzlich die Phasenzuordnung beachtet werden.
Die Phasen können an unterschiedlichen Ladestationen rotiert angeschlossen sein.
Beispiel:
Ladestation 1:
L1 → Netz L1
L2 → Netz L2
L3 → Netz L3
Ladestation 2:
L1 → Netz L2
L2 → Netz L3
L3 → Netz L1
Ladestation 3:
L1 → Netz L3
L2 → Netz L1
L3 → Netz L2
Diese Rotation kann sinnvoll sein, um die Netzphasen gleichmäßiger zu belasten.
Für eine Berechnung ohne physischen Gruppenzähler entsteht dabei jedoch eine Besonderheit.
Dreiphasig ladende Fahrzeuge
Laden alle angeschlossenen Fahrzeuge dreiphasig, spielt die Phasenrotation für die Gesamtbetrachtung eine geringere Rolle.
Die Last verteilt sich auf alle drei Phasen.
In einer reinen AC-Ladegruppe kann deshalb eine Regelung anhand der Messwerte der einzelnen Ladestationen gut möglich sein.
Ein- und zweiphasig ladende Fahrzeuge
Anders sieht es aus, wenn Fahrzeuge nur ein- oder zweiphasig laden.
Dies kann beispielsweise bei bestimmten:
- Hybridfahrzeugen,
- Plug-in-Hybriden,
- oder Elektrofahrzeugen mit ein- beziehungsweise zweiphasigem Onboard-Lader
auftreten.
Dann können die von verschiedenen Ladestationen als L1, L2 oder L3 gemeldeten Werte aufgrund der Phasenrotation tatsächlich auf unterschiedlichen Netzphasen liegen.
Beispiel
Angenommen, fünf Ladestationen melden jeweils einen Strom auf ihrer internen beziehungsweise zugeordneten L1.
Ohne Kenntnis beziehungsweise Berücksichtigung der tatsächlichen Phasenrotation könnten diese Werte vereinfacht addiert werden:
Wallbox 1 L1
+ Wallbox 2 L1
+ Wallbox 3 L1
+ Wallbox 4 L1
+ Wallbox 5 L1
Elektrisch können diese Ströme aufgrund der Phasenrotation jedoch tatsächlich auf:
Netz L1
Netz L2
Netz L3
verteilt sein.
Das Lastmanagement könnte dadurch eine einzelne Phase rechnerisch als stärker belastet betrachten, als sie am Netzanschlusspunkt tatsächlich ist.
Die Folge:
Die Ladeleistung kann früher reduziert werden, obwohl auf den tatsächlichen Netzphasen noch zusätzliche Reserve vorhanden wäre.
Phasenrotation und einphasige FahrzeugeBei mehreren phasenrotierten AC-Ladestationen und ein- oder zweiphasig ladenden Fahrzeugen empfehlen wir einen physischen Gruppenzähler. Dieser misst die tatsächliche Belastung der Netzphasen unabhängig von der internen Phasenzuordnung der einzelnen Ladestationen.
Warum hilft hier ein physischer Zähler?
Ein physischer Zähler vor einerder DC-LadestationLadegruppe kannsieht direkt die tatsächlichechlichen Netzaufnahme einschließlich der Verluste der Leistungselektronik erfassen.Netzphasen:
WallboxenNetz
ohne↓
geeignete interne Messwerte
Netz
ohne↓
geeignete interne MesswerteAuch bei AC-Wallboxen kann ein zusätzlicher[ physischer Stromzähler sinnvoll oder erforderlich sein.
Nicht jede Ladestation besitzt einen für das Lastmanagement nutzbaren internen Strom- oder Energiezähler.
Je nach Gerät stehen möglicherweise:
keine tatsächlichen Stromwerte,keine ausreichenden Leistungswerte,nur Soll-Werte,oder für das Lastmanagement nicht ausreichend nutzbare Messwerte
zur Verfügung.
In diesem Fall sollte die Belastung nicht ausschließlich aus den Angaben der Ladestation abgeleitet werden.
Zähler vor einer einzelnen Wallbox
Soll die tatsächliche Belastung einer einzelnen Ladestation erfasst werden, kann der Zähler direkt vor dieser Ladestation installiert werden.
Unterverteilung
↓
Stromzähler
↓
Wallbox
Dies kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn die Wallbox selbst keine brauchbaren Ist-Werte bereitstellt.
Zähler vor einer Ladegruppe
Werden mehrere Wallboxen gemeinsam versorgt, kann ein Zähler vor der gesamten Ladegruppe sinnvoller sein.
Unterverteilung
↓
Stromzähler]
↓
Ladegruppe
├── Wallbox 1
├── Wallbox 2
├── Wallbox 3
├── Wallbox 4
└── Wallbox 45
Der Zähler erfasstmisst dannbeispielsweise unmittelbar:
L1 = 42 A
L2 = 38 A
L3 = 40 A
Es spielt für diesen Messwert keine Rolle:
- welche Wallbox welchen Strom als L1 meldet,
- wie die Phasen an den Wallboxen rotiert wurden,
- ob Fahrzeuge einphasig,
- zweiphasig,
- oder dreiphasig laden.
Damit kann die tatsächlichechlich Gesamtbelastungvorhandene elektrische Reserve besser genutzt werden.
Mehr nutzbare LadeleistungEin physischer Gruppenzähler kann bei phasenrotierten Ladeparks verhindern, dass aufgrund rein rechnerischer Phasenwerte unnötig früh abgeregelt wird.
Wallboxen mit unzureichenden Messwerten
Auch bei einer AC-Ladegruppe ist ein physischer Zähler sinnvoll, wenn eine verwendete Ladestation keine für das Lastmanagement ausreichend nutzbaren tatsächlichen Werte bereitstellt.
Das kann beispielsweise Geräte betreffen, bei denen:
- kein geeigneter interner Zähler vorhanden ist,
- keine verwertbaren Phasenströme bereitgestellt werden,
- keine ausreichend zuverlässigen Ist-Werte verfügbar sind,
- oder nur eingeschränkte Messdaten über die Schnittstelle zur Verfügung stehen.
In solchen Fällen kann ein Zähler:
- vor der einzelnen Wallbox,
- oder vor der gesamten Ladegruppe
eingesetzt davon, welche Messwerte die einzelnen Wallboxen selbst bereitstellen.werden.
BeiGeräteliste
welchen
Welche Ladestationen hiervon betroffen sind, wird einseparat zusätzlicher Zähler empfohlen?
Ob ein zusätzlicher physischer Zähler sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Ladestationsmodell und den vom Gerät bereitgestellten Daten ab.dokumentiert.
Typische Fälle sind:
DC-Ladestationen, bei denen nur die DC-Ausgangsleistung zur Verfügung steht,Wallboxen ohne integrierten nutzbaren Stromzähler,Ladestationen ohne geeignete Ist-Werte,Ladestationen mit unzureichenden oder ungeeigneten Messwerten,Installationen, bei denen zusätzliche Verbraucher berücksichtigt werden müssen.
Übersicht: Ladestationen, bei denen ein zusätzlicher Stromzähler empfohlen wird
Geräteliste in VorbereitungEine gerätespezifische Übersicht wird ergänzt. Darin wird aufgeführt, bei welchen Ladestationen füraufgrund dasder Lastmanagementbereitgestellten Messwerte ein zusätzlicher physischer Stromzähler empfohlen beziehungsweise benötigt wird.
Mehrere elektrische Grenzen
Eine Anlage kann gleichzeitig berücksichtigenmehrere
In größeren Anlagen gibt es häufig mehrererelevante elektrische Engstellen.Begrenzungen besitzen.
Beispielsweise:Beispiel:
Hausanschluss
max. 100 A
↓
[ Zähler 1 ]
↓
Hauptverteilung
↓
Unterverteilung Ladepark
max. 63 A
↓
[ Zähler 2 ]
↓
Ladegruppe
max. 40 A
↓
Zähler 3
↓
Ladestationen
FürÜber solchedie AnlagenZählerkette können mehrere Zählerdieser innerhalbGrenzen einergleichzeitig Zählerkette verwendetberücksichtigt werden.
Beispielsweise:
| Messpunkt | |
|---|---|
| Hausanschluss | 100 A |
| Unterverteilung | 63 A |
| Ladegruppe | 40 A |
Auch wenn am Hausanschluss beispielsweise noch ausreichend Reserve vorhanden ist, darf die Unterverteilung weiterhin ihre Grenze von 63 A und die Ladegruppe ihre Grenze von 40 A nicht überschreiten.
Mehrere GrenzenZähler absichernsind ausdrücklich sinnvollMit einermehreren physischen Zählerkettehlern können übergeordnete und untergeordnete elektrische Grenzen gleichzeitig für die Regelung berücksichtigt werden.
Echter Stromzähler oder berechneter Zähler?
Innerhalbinnerhalb einer Zählerkette können unterschiedliche Artenelektrische vonEngstellen Messwertenunabhängig verwendetvoneinander überwacht werden.
Echter oder berechneter Zähler?
| Berechnung aus Ist-Werten | |||
|---|---|---|---|
| Geeignete Ist-Werte vorhanden | möglich | ||
| Weitere Verbraucher am Strang | erforderlich | nicht ausreichend | |
| DC-Ladestation | empfohlen | nicht bevorzugt | |
| Phasenrotation + nur dreiphasige Fahrzeuge | optional | möglich | |
| Phasenrotation + 1-/2-phasige Fahrzeuge | empfohlen | möglich, aber ggf. weniger optimale Ausnutzung | |
| Unzureichende Werte der Wallbox | empfohlen | nicht sinnvoll | |
| Tatsächliche |
|||
Wann solltekann ein echter StromzäZähler verwendeteingespart werden?
Ein echterzusätzlicher Stromzäphysischer Gruppenzähler kann insbesondere dann entfallen, wenn alle folgenden Punkte erfüllt sind:
- Es handelt sich um eine reine AC-Ladegruppe.
- Es sind keine weiteren Verbraucher am gleichen Strang vorhanden.
- Alle Ladestationen liefern geeignete tatsächliche Messwerte.
- Phasenbelegung und Phasenrotation sind bekannt.
- Die Auswirkungen ein- und zweiphasig ladender Fahrzeuge wurden berücksichtigt.
- Die elektrische Auslegung erlaubt die Regelung anhand der Ladestationswerte.
Das Einsparen eines Zählers sollte daher eine bewusste Planungsentscheidung sein.
Ohne Zähler ist mehr Planung erforderlichWer einen physischen Zähler einsparen möchte, sollte die Funktionsweise des SmartDog® Lastmanagements, die Messwerte der eingesetzten Ladestationen und die elektrische Phasenbelegung der Anlage berücksichtigen. Im Zweifel sollte ein Zähler eingesetzt oder die Auslegung mit unserem Support abgestimmt werden.
Unsere Empfehlung für die Planung
Für eine robuste Lastmanagement-Anlage empfehlen wir folgende Vorgehensweise:
- Festlegen, welche elektrischen Grenzen geschützt werden müssen.
- Prüfen, welche Verbraucher die jeweilige Grenze belasten.
- Bei weiteren Verbrauchern am gleichen Strang zwingend einen physischen Zähler vorsehen.
- Bei DC-Ladestationen einen AC-seitigen physischen Zähler vorsehen.
- Bei reinen AC-Ladegruppen prüfen, ob geeignete Ist-Werte verfügbar sind.
- Phasenrotation der AC-Ladestationen berücksichtigen.
- Berücksichtigen, ob ein- oder zweiphasig ladende Fahrzeuge auftreten können.
- Bei komplexer Phasenbelegung nach Möglichkeit
verwendet werden, wenn:eine konkrete elektrische Grenze geschützt werden soll,sich hinter dem Messpunkt weitere Verbraucher befinden,die tatsächliche Belastung einer Unterverteilung relevant ist,eine DC-Ladestation keine geeignete AC-seitige Leistung bereitstellt,eine Wallbox keine zuverlässigen Ist-Werte liefert,Strom- und Leistungswerte zuverlässig erfasst werden sollen,sich die Belastung durch andere Verbraucher regelmäßig verändert.
EmpfehlungIst an einem relevanten elektrischen Messpunkt ein geeigneter physischer Stromzähler vorhanden oder kann dort einer installiert werden, bietet dieser in der Regel die beste Grundlage für die Regelung.Wann reicht eine Berechnung aus Ist-Werten?Eine Berechnung aus den Ist-Werten der Ladestationen kann sinnvoll sein, wenn:kein physischereinen Gruppenzählervorhanden ist,einsetzen.ausschließlichBeidiemehrerenLadestationenelektrischenberücksichtigtEngstellenwerdenmehreremüssen,Zähler keine weiteren Verbraucher hinterinnerhalb derbetrachteten Grenze vorhanden sind,die Ladestationen zuverlässige tatsächliche Ist-Werte bereitstellen.
Zusätzliche Verbraucher können dabei nicht berücksichtigt werden.Weitere Informationen:Zählerkette– Berechnung aus Ist-WertenWann wird aus Soll-Werten berechnet?Bei dieser Variante berechnet das SmartDog® die Belastung anhand der vorgegebenen Werte der Ladestationen.Dabei werden:- verwenden.
keineNur dann auf einen zusätzlichenVerbraucherZählerberücksichtigt,verzichten, wenn die Anlage entsprechend geplant und die Auswirkungen bekannt sind.keine
QuintessenzEin zusätzlicher physischer Zähler vereinfacht die Planung und liefert dem Lastmanagement die tatsächlichen Werte am relevanten elektrischen Messpunkt gemessen.
Außerdem ist bei diesem berechneten Zählertyp keine Leistungsbegrenzung möglich.
Eingeschränkte MessgrundlageEine Berechnung aus Soll-Werten sollte nur verwendet werden, wenn keine geeignetere Messmöglichkeit vorhanden ist.
Weitere Informationen: Zählerkette – Berechnung aus Soll-Werten
Entscheidung nach Messpunkt
Als praktische Orientierung kann folgende Reihenfolge verwendet werden:
FaustregelJe näher die für das Lastmanagement verwendeten Werte an der tatsächlichen elektrischen Belastung der zu schützenden Anlage liegen, desto zuverlässiger kann die verfügbare Ladeleistung bestimmt werden.wurden.
Globalzähler und § 14a EnWGEVU-Reduktion
Für die normale Regelung über Zählerketten wird nicht grundsätzlich ein Globalzähler für den Netzbezug benötigt.
Werden jedoch Reduktionsbefehle des Energieversorgers über die Fernwirktechnik verwendet, wird ein Zähler für den Netzbezug benötigt, der zusätzlich als Globalzähler hinterlegt ist. :contentReference[oaicite:1]{index=1}
EVU-ReduktionBei einer EVU-Reduktion über Fernwirktechnik muss ein geeigneter Netzbezugszähler vorhanden und als Globalzähler konfiguriertim SmartDog® hinterlegt sein.
Planung einer neuen Anlage
Für eine neue Lastmanagement-Anlage empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:
Elektrischen Aufbau der Anlage prüfen.Relevante Sicherungen, Leitungen und Anschlussgrenzen ermitteln.Festlegen, welche Grenzen durch das Lastmanagement geschützt werden sollen.Prüfen, welche Verbraucher die jeweilige Grenze belasten.Prüfen, welche Messwerte die verwendeten Ladestationen tatsächlich bereitstellen.Bei DC-Ladestationen prüfen, ob die AC-seitige Netzaufnahme verfügbar ist.Geeignete elektrische Messpunkte festlegen.Nach Möglichkeit physische Stromzähler an kritischen Messpunkten einsetzen.Berechnete Zähler nur dort verwenden, wo deren Messgrundlage ausreichend ist.Bei mehreren relevanten Grenzen eine entsprechende Zählerkette aufbauen.Passende Strom- und Leistungsgrenzen konfigurieren.Die Funktion anschließend unter realer Last prüfen.
Vor der Inbetriebnahme kontrollieren
Prüfen Sie abschließend:
- Welche elektrische Grenze wird mit jedem Zähler geschützt?
- Werden alle
relevantenweiteren Verbraucher an dieser Grenze erfasst? StimmenGibtZählerpositionesund elektrische Struktur überein?Liefern die Ladestationen zuverlässige Ist-Werte?DC-Ladestationen?- Wird bei DC-Ladestationen die tatsächliche AC-
seitige BelastungNetzaufnahme berücksichtigt? SindLieferndiealleStromgrenzenAC-Ladestationenkorrektgeeigneteeingestellt?Ist-Werte?- Sind
dieLadestationen phasenrotiert angeschlossen? - Können ein- oder zweiphasig ladende Fahrzeuge auftreten?
- Wird durch einen fehlenden Gruppenzähler möglicherweise unnötig früh abgeregelt?
- Sind Strom- und Leistungsgrenzen korrekt
eingestellt? Ist festgelegt, bei welchen Grenzen eine Abschaltung erlaubt ist?hinterlegt?- Werden bei mehreren elektrischen Engstellen alle
notwendigenbenötigten Zählerin der Zählerketteberücksichtigt?
Elektrische AuslegungPlanungDas SmartDog® Lastmanagement ersetzt keine fachgerechte elektrische Planung. Absicherungen, Leitungsquerschnitte, Anschlussleistungen und zulässige Belastungen müssen entsprechend der tatsächlichen Anlage ausgelegt und geprüft werden.