DEYE
DEYE Wechselrichter
Auswählbar unter Bus 1,2,10 „Deye“
Besonderheiten
| Terminierung | Adressierung | Schnittstelle |
|---|---|---|
| Ja | Ja | RS485 / RS232 |
- Schnittstelle integriert
- RJ45-Buchse außen am Wechselrichter
- 3-polige Verkabelung
- Vergabe einer Kommunikationsadresse erforderlich
Die Wechselrichter werden teilweise mit der Kommunikationsadresse 0 ausgeliefert. In diesem Zustand ist keine Kommunikation möglich
Einstellung der Busadressen
-
Empfehlung:
- Fortlaufende Nummerierung beginnend mit 1
- Zulässiger Adressbereich: 1–32
-
Einstellung:
- Über das Bediendisplay des Wechselrichters
- Vorgehensweise gemäß Anleitung des jeweiligen Wechselrichters
BMS-Port und Modbus-Stecker
- Der BMS-Port und der Modbus-Stecker besitzen die gleiche Pinbelegung
| RJ-45 Adern | SmartDog Bus und nächster WR BMS Port |
|---|---|
| 1 RS485 - B | SmartDog B |
| 2 RS485 - A | SmartDog A |
| 3 GND | SmartDog Gnd |
| 4 leer | |
| 5 leer | |
| 6 GND | WR2 Gnd (BMS) und weitere WR |
| 7 RS485 - A | WR2 A (BMS) und weitere WR |
| 8 RS485 - B | WR2 B (BMS) und weitere WR |
- Weitere Wechselrichter werden über ein Patchkabel an den jeweiligen BMS-RJ45-Port angeschlossen
Verkabelung
- Kabeltyp:
- Selbstkonfektioniertes, geschirmtes, 2-adriges Datenkabel
- Anschlussort:
- RJ45-Buchse am Wechselrichter
Anschlussbelegung bei Selbstkonfektionierung
| Klemmleiste SmartDog | WR PIN (BMS Port) |
|---|---|
| (A) | PIN 2 (orange) |
| (B) | PIN 1 (weiß/orange) |
| GND | PIN 3 (weiß/grün) |
Vorgehen
- Selbstkonfektioniertes Kabel mit RJ45-Stecker in eine beliebige RJ45-Buchse von Wechselrichter 1 stecken
- RJ45-Kabel in der zweiten RJ45-Buchse des Wechselrichters 1 in eine beliebige RJ45-Buchse des Wechselrichters 2 führen.
- Weitere Wechselrichter nach dem gleichen Prinzip miteinander verbinden
Einbindung
Hybrid DEYE Wechselrichter
Hybrid DEYE WR der Serie 30kW und größer
Auswählbar unter Bus 1 „Deye“
Besonderheiten
| Terminierung | Adressierung | Schnittstelle |
|---|---|---|
| Ja | Ja | RS485 |
- Schnittstelle integriert
- RJ45-Buchse außen am Wechselrichter
- 3-polige Verkabelung
- Vergabe einer Kommunikationsadresse erforderlich
Die Wechselrichter werden teilweise mit der Kommunikationsadresse 0 ausgeliefert. In diesem Zustand ist keine Kommunikation möglich
Einstellung der Busadressen
-
Empfehlung:
- Fortlaufende Nummerierung beginnend mit 1
- Zulässiger Adressbereich: 1–32
-
Einstellung:
- Über das Bediendisplay des Wechselrichters
- Vorgehensweise gemäß Anleitung des jeweiligen Wechselrichters
Vorgehen
Dies betrifft folgende Zähler:
- Netzbezug
- Netzeinspeisung
- Batterie Laden
- Batterie Entladen
Ebenso muss der Ladezustand (SoC) zusammengeführt werden (Einstellung unter Sensoren):
- Bei gleicher Batteriekapazität:
SoC Gesamt = (SoC 1 + SoC 2) / 2 - Bei unterschiedlicher Batteriekapazität:
SoC Gesamt = (SoC 1 × Kapazität 1 + SoC 2 × Kapazität 2) / (Kapazität 1 + Kapazität 2)
Zur Umsetzung werden Arithmetische Zähler verwendet
Die Aktualisierung kann verzögert erfolgen, da zunächst alle Wechselrichter nacheinander ausgelesen werden. Wird eine schnellere oder genauere Erfassung benötigt, ist ein separater externer Zähler erforderlich
AC Leistung korrekt einstellen
- Die AC-Nennleistung des Wechselrichters muss korrekt hinterlegt sein
- Der Wechselrichter kann nur mit einer Leistungsvorgabe in Watt geregelt werden
- Eine prozentuale Vorgabe wird intern anhand der eingestellten AC-Leistung berechnet
Wechselrichter, Batterie und Zähler
- Der SmartDog muss in diesem Fall über die Modbus-RJ45-Buchse des Wechselrichters angeschlossen werden
- Dazu kann ein Netzwerkkabel einseitig konfektioniert und entsprechend am SmartDog angeschlossen werden
- Die Weiterführung zum nächsten Wechselrichter erfolgt über dessen freie BMS-Klemmleiste
Leistungssteuerung
Am Wechselrichter kann eingestellt werden, ob eine Netzeinspeisung („Solar Sell“) erfolgen soll
- Ist diese Funktion deaktiviert, reduziert der Wechselrichter automatisch seine Leistung, sobald der Eigenverbrauch zu gering ist
- Die Einstellung erfolgt durch den Installateur
Batterie-Ladeverhalten
- Folgende systembedingte Eigenschaften sind zu beachten:
- Während des Ladevorgangs kann die Leistung nicht unter 1000 W reduziert werden
- Sobald die Batterie voll ist oder nicht mehr mit 1000 W geladen werden kann (z. B. aufgrund von hohem SoC oder Temperatur), wird die Leistung weiter reduziert
- Solange Energie aus der Batterie bezogen wird, regelt der Wechselrichter nicht auf 0 W – es wird weiterhin geladen
Dies ist eine systemseitige Limitierung von Deye und kann nicht geändert werden!
Firmware-Voraussetzung
- Für den ordnungsgemäßen Betrieb ist die aktuelle Firmware erforderlich
Mindestanforderung:
- Protocol Version: 0104
- MAIN: 31031095
- HMI: 2001-C048
Nur mit dieser oder einer neueren Version ist eine korrekte Ansteuerung mit dem SmartDog gewährleistet
Bei nicht ausreichender Firmware-Version kann es zu Fehlfunktionen des Deye-Wechselrichters kommen.
Inselbetrieb mit ext. Generator und Fremdwechselrichtern
Beschreibung
Der Betrieb eines Deye‑Wechselrichters in Kombination mit einem Notstromaggregat und zusätzlichen Fremdwechselrichtern ist problemlos möglich. Sowohl das Aggregat als auch die Fremdwechselrichter werden dabei am Generator‑Eingang des Deye‑Wechselrichters angeschlossen. Anschließend wird am Deye der gewünschte Betriebsmodus für diesen Anschluss eingestellt.
Der SmartDog überwacht kontinuierlich die Spannungen an Netz‑ und Generator‑Eingang. Sobald ein Netzausfall erkannt wird, trennt der SmartDog den Generator‑Eingang des Deye‑Wechselrichters automatisch vom Netz. Dadurch kann das Notstromaggregat sicher gestartet und betrieben werden.
Nach Wiederkehr der Netzspannung und dem Abschalten des Aggregats stellt der SmartDog den Generator‑Eingang wieder auf den zuvor aktiven Modus zurück. Der Deye‑Wechselrichter liefert dann erneut eine Ausgangsspannung, sodass auch die angeschlossenen Fremdwechselrichter wieder wie gewohnt betrieben werden können.
Konfiguration
Am SmartDog kann in den Einstellungen für den Deye‑Wechselrichter die Option „Externer Generator und Fremdwechselrichter“ aktiviert werden. Ist diese Funktion eingeschaltet, wird der Betriebsmodus des Generator‑Anschlusses wie zuvor beschrieben automatisch umgeschaltet.
Ist die Option nicht aktiviert, erfolgt keine Umschaltung des Betriebsmodus. In diesem Fall verhält sich der Generator‑Anschluss des Deye‑Wechselrichters unverändert und bleibt auch bei Netzausfall dauerhaft im zuvor eingestellten Modus.
Verwendete Modbus-Register
Es werden folgende Modus-Register verwendet:
| Register | Beschreibung | Lesen / Schreiben | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| 598 - 600 | Spannung L-N Netz | Lesen | |
| 661 - 663 | Spannung L-N Generator | Lesen | |
| 133 | Betriebsmodus Generator-Anschluss | Lesen + Schreiben | 0: Generator-Anschluss spannungslos schalten (nur so kann ein Notstrom-Aggregat betrieben werden) Andere Werte werden vom SmartDog ausgelesen, gespeichert und nach Netzrückkehr wieder gesetzt |